Geschichte

Im Jahr 1878 wurde in der damaligen Gemeinde Borghorst eine Saug- und Druckspitze aus der Maschinenfabrik König in Köln angeschafft. Jahrelang stand die Spritze im Dienst der 1879 gegründeten Feuerwehr Borghorst und leistete bei vielen Notlagen gute Dienste.

In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts musste die „Alte Pumpe“ der zunehmenden Technisierung Tribut zollen und sie wurde aus dem aktiven Dienst herausgenommen. Die Wirren des 2. Weltkriegs überstand die Pumpe in einer Wallhecke in Ahlintel. In der schweren Zeit nach dem Krieg hatten die Kameraden andere Sorgen als sich um „ihre“ Pumpe zu kümmern.

Erst zur 1000-Jahr-Feier 1968 erinnerte man sich an die Pumpe und sie wurde zurück nach Borghorst geholt. Zunächst wurde das Fahrwerk der Pumpe wieder gängig gemacht um am Festumzug zur 1000 Jahr Feier teilzunehmen.

Zur 100-Jahr-Feier der Feuerwehr Steinfurt im Jahre 1978 wurde dann auch das Pumpwerk wieder in den Urzustand versetzt und war somit wieder einsatzfähig. Gleichfalls bildete sich in diesem Zusammenhang eine Gruppe die sich auf die Fahne schrieb, die Pumpe für die Nachwelt zu erhalten und sie der Öffentlichkeit in Vorführungen zugänglich zu machen.

Im Jahr 2001 mussten die Räder sowie im Jahr 2008 dann der gesamte Rahmen der Pumpe restauriert werden. Immer wieder gibt es kleinere Reparaturen, die von den Handwerkern der Gruppe erledigt und aus der eigenen Kameradschaftskasse bezahlt werden.

Im Jahr 2008 musste der gesamte Holzrahmen der „Alten Pumpe“ erneuert werden. Feuchtigkeit und Heizungsluft im Wechsel hatten nach weit über 120 Jahren ihren Tribut gefordert. Um unsere Pumpe nicht zu gefährden, entschlossen wir uns den gesamten Rahmen zu erneuern. Diese Arbeiten durften wir auf einem Bauernhof in Ostendorf erledigen. Bei dieser Gelegenheit sollte der Tank restauriert werden. Der Boden war durch Rost schon einigermaßen angefressen.

Zunächst wurde das Pumpwerk demontiert sowie alle Eisenbeschläge gelöst. Nachdem der Tank und die Sitzbank entfernt worden waren konnten die Achsen vom Rahmen geschraubt werden. Hier wurde dann auch sehr fortgeschrittener Verschleiss festgestellt. Jetzt konnte der neu Aufbau beginnen. Nachdem alle Maße vom alten Rahmen genommen wurde, konnte mit dem Zuschnitt und dem Vorbohren begonnen werden. Nach altem Vorbild wurde auch der neue Rahmen in alter Handwerkskunst bearbeitet. Der Tank wurde mittels neuem Blech verstärkt und komplett neu lackiert. Alle Holzteile wurden ebenfalls mit Holzschutzfarbe gestrichen. Die Montage der Achsen und der Beschläge schloss sich an. Mit dem Einbau des Tanks und Pumpwerks waren die Arbeiten fast abgeschlossen. Da das Pumpwerk ebenfalls überarbeitet worden war, durfte ein Probebetrieb nicht fehlen.

Bilder der Restauration

Kontakt

  • Bernd Hille
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