• 17.07.2017

    Kreis Steinfurt beim G20-Gipfel in Hamburg

    Am Wochende des 7. und 8. Juli 2017 fand in Hamburg der G20-Gipfel der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer statt. Bedingt dadurch rechnete die Stadt Hamburg bereits im Vorfeld mit Ausschreitungen und großen Demonstrationen mit mehreren 10.000 Teilnehmern.

    Damit man im Falle von Ereignissen mit vielen Verletzten bestens gerüstet ist, wurde ein Amtshilfeersuchen an das Land NRW gestellt. Konkret umfasste dieses einen BHP50 und 2 PTZ10 für den Zeitraum vom 29. Juni bis zum 10. Juli. Mit der Stellung des BHP wurde der Kreis Steinfurt beauftragt.

    Der Behandlungsplatz 50 - kurz BHP50 - ist mit seiner Ausstattung und dem entsprechenden Personal in der Lage in einer Stunde 50 Patienten unterschiedlicher Verletzungsmuster erstzuversorgen und anschließend in Krankenhäuser transportieren zu lassen. Dazu kamen in Hamburg dann noch zwei Patiententransportzüge - PTZ10 - zum Transport von 10 Patienten.

    Somit machten sich Kameradinnen und Kameraden aus dem ganzen Kreisgebiet am Morgen des 29. Juni mit ihren Fahrzeugen auf den Weg nach Seevetal, vor den Toren Hamburgs, wo sie während der Zeit in einer Schule untergebracht waren.

    Von der Feuerwehr Steinfurt begleiteten mehrere Kameraden den BHP als Führungskomponente mit dem ELW2 sowie als Organisatorischer Leiter bzw. Notarzt.

    Um vor Ort die Zeit entsprechend sinnvoll zu nutzen und sich auf eventuelle Einsätze vorzubereiten, wurden mehrere verschiedene Übungen gefahren. Es gab Probealarme, Aufbauübungen für den gasamten BHP und regelmäßige Vorträge und Lageeinweisungen. In den einzelnen kleineren Teileinheiten konnte so auch immer wieder der Ablauf durchgespielt werden.

    Waren die ersten Tage noch verhältnismäßig ruhig, kam am Donnerstag, den 6. Juli, langsam etwas Bewegung in die Sache. Durch die Demonstration der linken Gruppierungen und durch das schwüle Wetter bedingte kollabierte Polizisten überlegte man uns ins Schadensgebiet zu rufen. Jedoch hatte sich die Stadt Hamburg im Vorfeld bereits sehr gut vorbereitet und konnte alle Einsätze bewältigen.

    Lediglich einer der beiden PTZ wurde vom Bereitstellungsraum in den Einsatzbereich vorverlegt, kam dort aber nicht mehr zum Einsatz.

    Das Personal der IuK-Gruppe stellte jeden Morgen die Einsatzbereitschaft des ELW2 her und hielt über den ganzen Tag die ständige Verbindung zur Einsatzleitung der Feuerwehr Hamburg. Von dort wurden sie mit Informationen und aktuellen Lagemeldungen versorgt und leiteten diese an das Führungsteam im Bereistellungsraum weiter.

    Nachdem sich die zugespitzte Lage am Samstagabend zunehmend entspannte, wurde durch die örtliche Einsatzleitung entschieden, dass der Einsatz für den BHP und die beiden PTZ am Sonntagmorgen beendet werden kann. Hierzu kamen am Sonntagmorgen die Führngskräfte aus Hamburg, um sich persönlich bei den Kräften aus NRW für ihre Einsatzbereitschaft zu bedanken und sie in die Heimat zu entlassen.

    Nach der Heimreise mussten am darauffolgenden Montag vielerorts die Einsatzfahrzeuge wieder hergerichtet werden, um den Einsatz "G20" endgültig abzuschließen.

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